Donnerstag, 3.2.2022
Heute muss nun Abschied genommen werden von Mijas, Sanne und Mick.
Schon um 8:30 Uhr ist die Dogwalkerin mit den Mädels am Strand, um sie noch ein letztes Mal für längere Zeit ein Vollbad nehmen zu lassen. Es hat 9 °C und ist wolkenlos. Anschließend gibt es nur ein Müesli-Frühstück, nicht nur wegen der Zeit, sondern vor allem, weil wir noch an den Folgen der vergangenen drei Abende arbeiten. Der Franz wird für die Weiterfahrt fein gemacht, und dann tun wir das, was alle machen: Wir leeren unser Klo und unser Abwasser in den Kanal und können uns sehr gut vorstellen, dass jetzt ein paar andere die Nase rümpfen und einen Umzug in Betracht ziehen; ein Platz wird ja nun frei. Wasser tanken wir auch noch und dann kann es losgehen. Es ist schon wieder 11 Uhr geworden.
Zuerst fahren wir wieder an der Küste entlang bis Málaga und wenden uns dort über die A-45 nach Norden in Richtung Córdoba. Die Strecke führt uns zuerst durch die teils ruppige Bergwelt hinter der Küste, doch bald öffnet sich das Land und weitet sich in eine sanft dahinrollende Hügelwelt mit ausgedehnten Olivenpflanzungen, immer wieder unterbrochen von Weingärten und erstmals weite, rotbraune Äcker, die bestellt auf die Frucht warten; da brummt der Franz dahin, da schnurrt die Seele.
Um 13:30 Uhr kommen wir in Córdoba an und fahren auf den Stellplatz Parque Centro Historico [N 37° 52' 27,5'' W 004° 47' 15,8''], von dem aus die Altstadt in nur wenigen Schritten zu erreichen ist. Die Sonne lacht und beschert uns 17 °C.
Es gibt viel zu sehen in Córdoba, aber seine Besucher haben in erster Linie nur ein Ziel: die Mezquita. Zu denen gehören auch wir. Doch schon auf dem Weg zu ihr bleiben wir an einer zweiten besonderen Sehenswürdigkeiten Córdobas hängen, an einem Innenhof, einem jener legendären Patios Córdobas.
Schon früh in der Antike baute man die Häuser um einen zentralen Innenhof herum, der Schatten und Ruhe spendete und zentraler Treffpunkt war. So bauten später auch die Römer und brachten diese Bauweise nach Andalusien. Die Außenwände der Häuser waren unauffällig gehalten, dafür gestaltete man die Innenhöfe umso üppiger: Mosaike, Brunnen und Pflanzen. Die Wände der Patios sind meist weiß gestrichen, aber die aufragenden Mauern hängen bis hoch hinauf voll mit Blumentöpfen, meist Geranien, Jasmin, Tuberosen und Nelken. Dieser Schmuck ist Balsam fürs Auge und betört vor allem die Nase. Die Böden sind entweder aus gestampfter Erde, aus Marmor oder mit kunstvollen Mosaiken ausgelegt. Typisch sind auch umlaufende Galerien, teilweise mit Arkaden, Bögen und Balustraden.
Patios findet man in Privathäusern ebenso wie in Hotels und Palästen. Heute gehören sie zum UNESCO Weltkulturerbe. Seit 1918 findet jährlich im Mai ein Festival der Patios statt, bei dem die schönsten prämiert werden.
Auf unserm Weg zur Mezquita bleiben wir an einem zauberhaften kleinen Patio hängen, dessen unscheinbare Außentür geöffnet ist. Drinnen empfängt uns eine quirlige Spanierin, die nur darauf zu warten scheint, uns ihr Kleinod zu präsentieren. Wortgewaltig und voller Stolz zeigt sie uns jeden Winkel des winzigen Gevierts, zeigt uns, wie man mit einer Blechdose an einer langen Stange die hoch über den Köpfen hängenden Blumentöpfe gießt, im Sommer mindestens einmal am Tag, weist uns ehrfürchtig auf eine in der Mauer eingearbeitete Säule hin, die aus dem 5. Jh. stammt, das Kapitell darüber aus dem 6. Jh. und erläutert uns schließlich, wie segensreich diese Patios seien, denn in Córdoba stiegen die Temperaturen im Sommer auf 50 °C und fielen selbst in der Nacht selten unter 45 °C. Unter diesen Umständen schafft der enge und hochaufragende Innenhof wenigstens ein wenig Erleichterung. Und schließlich versäumt sie nicht, uns voller Stolz mitzuteilen, dass dieser Innenhof im letzten Jahr bei der Prämierung der Patios den siebten Platz unter über hundert Teilnehmern belegte. Diese kleine Unterbrechung auf unserem Weg zur Mezquita bereuen wir keine Sekunde und empfehlen jedem Besucher der Stadt, einen Blick in die Innenhöfe Córdobas zu werfen.
So hinreißend dieser kleine Abstecher ist, so „ärgerlich" ist er auch. Denn als wir bei der Mezquita ankommen, hat dort gerade die Siesta bis 16 Uhr begonnen. Für uns stellt sich die Frage nicht, ob wir diese gut eineinhalb Stunden ausharren sollen oder nicht; natürlich sitzen wir das aus. Die Reiseleiterin besorgt gleich Eintrittskarten für 16 Uhr; 9 Euro für den Greisen und 11 Euro für die Reiseleiterin. Als wir gerade dabei sind, eine Toilette zu suchen, fragt die Ticketbeschafferin den Chauffeur, ob er denn seinen Ausweis eingesteckt habe, um seinen Greisenstatus bei Eintritt in das Heiligtum zu belegen. Hat er nicht. Damit ist die Wartezeit bis zum Einlass schon sinnvoll ausgestaltet: Wir stapfen zurück zum Franz und den Mädels, naschen an einem kleinen süßen Stückchen und machen uns mit dem Ausweis wieder auf den Weg. Pünktlich um 16 Uhr öffnen sich die Tore der Mezquita und niemand interessiert sich für das wahre Alter des Chauffeurs.
Es sind nur wenige Schritte, und wir tauchen in eine Welt von Tausendundeiner Nacht, eine Welt ohne Anfang und Ende und der schmerzlichen Gewissheit, dass auch der Endlosigkeit ein Ende bereitet werden kann.
Doch lassen wir zuerst einmal Zahlen und Fakten sprechen. Mezquita ist das spanische Wort für Moschee. Heute spricht man von der Kathedral-Moschee von Córdoba.
Am heutigen Standort der Kathedral-Mosche befand sich in der Römerzeit bereits ein römischer Tempel, danach eine westgotische Kathedrale. Nach der Eroberung Córdobas durch die Araber Mitte des 8. Jh. wurden alle Kirchen der Stadt zerstört, außer der Kathedrale, die sich Christen und Muslime in der Folgezeit schiedlich und friedlich teilten. Als der Platz für die Muslime nicht mehr ausreichte, soll, nach allerdings nicht gesicherten Berichten, Emir Abd ar-Rahman I. die Christen unter Zahlung einer großen Geldsumme und mit der Erlaubnis, außerhalb der Stadt Kirchen zu errichten, dazu gebracht haben, diese Kirche aufzugeben. Daraufhin ließ er das gesamte Gebäude niederreißen und begann mit dem Bau einer neuen Mosche. Das war im Jahr 784.
In den zwei folgenden Jahrhunderten wurde die Moschee ausgebaut. Der ursprünglich 11-schiffige Betsaal wurde erweitert, ein neues Minarett entstand, und der Moscheehof wurde ebenfalls vergrößert. Die heutige Ausdehnung erlangte das Gebäude Ende des 10. Jahrhunderts. In den folgenden Jahrhunderten wurde Córdoba häufig erobert, und auf jede Eroberung folgten Veränderungen der Architektur.
Als 1236 Ferdinand III. von Kastilien Córdoba von den Mauren zurückeroberte, wurde die Moschee zur Kirche umgewandelt und das Minarett mit einem Kreuz versehen. Unter Alfons X. wurde die Villaviciosa-Kapelle sowie die königliche Kapelle integriert. Auch unter den folgenden Königen wurde die Kirchenmoschee ständig nach christlichen Gesichtspunkten erweitert, anfänglich begnügte man sich noch mit kleineren An- und Umbauten.
Erst Ende des 15. Jh. begann der Einbau eines gotischen Kirchenschiffs. 1523 wurden schließlich im mittleren Teil des Gebäudes die Säulen entfernt, um Platz für ein komplettes Kirchengebäude zu schaffen. Der Einbau war 1607 vollendet. Diese komplette Umgestaltung der Moschee in eine christliche Kathedrale wurde gegen den energischen Widerstand des Stadtrates von Córdoba durchgesetzt, aber durch die Billigung des Habsburger Kaisers Karl V. (Karl I. von Spanien) ermöglicht. Später ersetzte man dann auch noch das Minarett durch einen Glockenturm.
Selbst dem Habsburger musste das, was unter seiner schützenden Hand entstanden war, nicht mehr ganz geheuer sein. Denn bei seinem Besuch Córdobas im Jahre 1526 soll er gesagt haben: „Ich wusste nicht, um was es sich hier handelte. Denn wenn ich es gewusst hätte, hätte ich nicht erlaubt, dass man Hand an das alte Gebäude legt. Ihr habt getan, was möglich war, etwas erbaut, was es andernorts schon gibt, und dafür habt ihr etwas zerstört, was einmalig in der Welt war". Dieser Satz könnte auch 500 Jahre später nach dessen Besuch vom Chronisten stammen.
Heute gehört die Kathedral-Moschee von Córdoba mit einer Fläche von ca. 23.000 m² zu den weltweit größten Moscheebauten. Der riesige Betsaal ist durch Hufeisenbögen in 19 etwa gleich hohe Schiffe mit bis zu 36 Jochen (Achsabstand zwischen zwei Säulen oder Pfeilern) aufgeteilt. Seit 1984 gehört die Mezquita-Catedral zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Und nun stehen wir in diesem Weltkulturerbe und seinem riesigen Betsaal, zwischen all diesen Hufeisenbögen und verstehen vom ersten Moment an, warum der Habsburger Karl der Ansicht war, dass das, was er zu Gesicht bekam, einmalig in der Welt sei. Nichts weniger als das ist die Mezquita: Einmalig, überwältigend sowie Demut und Ehrfurcht gebietend wie das Universum selbst.
Wie der Kleine Prinz einst auf seinem Sternchen im weiten Erdkreis stand, stehen wir, zwei kleine Prinzen, in einem Universum von sich kreuzenden Hufeisenbögen, die diese riesige Gebetshalle tragen und selbst von 856 Säulen aus Jaspis, Marmor, Onyx und Granit getragen werden. Das Auge wird schwindlig beim Blick durch die Säulenreihen, die keinen Anfang und kein Ende zu haben scheinen und den Blick wie in einem Spiegelkabinett ins Unendliche verlängern. Auch der Blick in die Höhe findet in all den Hufeisen keinen Halt und wandert und irrt herum, wird weitergereicht, strandet aber nirgendwo. Nichts ist überladen, alles schlicht und himmlisch irdisch. Die Bogenelemente der Hufeisen bescheiden sich mit dem Ocker der Felsen und dem Rotbraun der Erde. Doch wie sie strahlen und glühen, leuchten wie Gold und Rubin, wenn die Sonne durch die Deckenfenster ihr Licht auf sie wirft. Wenn man in einem langen Leben schon ziemlich viel von der Welt gesehen hat, neigt man zu Vergleichen, zur Bagatellisierung, dass das alles nichts Neues sei und schon mal irgendwo gesehen wurde. Auch der Chronist hatte auf diese Weise schon Enttäuschungen zu verarbeiten, große Ankündigungen, die sich als Kopie oder Wiedergeburt bereits Erlebten und Gesehenen erwiesen und letztlich in die Ablage kommen: Viel Geblöke um wenig Wolle. Diese Halle der vertikalen wie horizontalen Unendlichkeit ist ohne Beispiel in der Schatzkammer seiner Erinnerung. Man schmilzt in seinen Kern zusammen und die Architektur um einen herum dehnt sich immer größer, weiter und unendlicher.
Doch leider ist auch dieser unbeschreibliche Sakralbau von dieser Welt und findet seine Grenzen. Und zwar in allen Nischen dieser Halle, in welche die vatikanischen Nachfolger der Araber ihre Altäre stopften. Dort, an den Außengrenzen des Betsaals, wo sich die Unendlichkeit der Bögen spiegeln könnte, prallen die Augen auf Gold- und Schnörkelkitsch, auf Prunk, Protz und Talmi-Tand. Das Auge wehrt sich gegen diese Schändung des Ewigen und Unendlichen, es versucht, dieser Beleidigung auszuweichen, bleibt aber immer wieder am überladenen Schwulst hängen, der hämisch aus allen Ecken schwillt. Die Kirche selbst wurde im 16. Jh. mitten in die Gebetshalle gebaut und liegt quer zur Hauptachse der Moschee, erstreckt sich über zehn Schiffe und zwölf Joche des Gewölbes, ist halb so lang wie die Mosche breit ist und etwa ein Drittel so breit wie die Gebetshalle lang ist. Wenn es je einen architektonischen Superkuckuck gegeben hat, dann ist es dieser Knödel, der im Hals der Gebetshalle steckt. Und auch uns steckt er mächtig im Hals und liegt uns quer.
Das alles wirkt auf uns wie der gescheiterte Versuch, eine unterlegene Religion und Kultur gewaltsam niederzuringen, verächtlich zu machen und sie ins Abseits zustellen, die aber dagegenhält, standhält und letztlich die Oberhand behält. Denn was der Besucher aus der Mezquita mitnimmt, ist nicht der tausendfach wiederholte Gold- und Plunderkitsch, sondern die schlichte maurische Farb- und Formensprache sowie die räumliche und geistige Entgrenzung der Gebetshalle. Der Besucher sucht keine gequälten, misshandelten, gefolterten und blutüberströmten Religionsgründer, Propheten und Heilige, halb oder ganz tot, die sich im Schmerz und in ihrem Unglück winden, die nach Erlösung schmachten, und er sucht keine Putten die gequält mit ihren fetten Kinderfingerchen gen Himmel weisen, von wo sie sich diese Erlösung erhoffen, aber dabei ungeschickterweise den Blick des Besuchers wiederum in die Bogenwelt der Halle lenken, wo er die Unendlichkeit und die Loslösung von der irdischen Gebundenheit verwirklicht findet.
Und dann, während der Chronist, mit dem Blick in die ockerroten Hufeisenbögen, vom Schreiten langsam in den Zustand des Schweben hinübergleitet, fast abzuheben glaubt, keine Schwere mehr verspürt, geradezu gnädig gegenüber den Schändern dieser Ewigkeit gegenüber zu werden scheint, schiebt sich das Bild tanzender Sufi-Derwische vor sein Auge, wie sie sich drehen, sich immer schneller und wilder drehen in ihren weißen und cremefarbenen Gewändern, die fliegen und höher fliegen, mit ihren hohen ockerfarbigen und rotbraunen Hüten, die sich in die Bögen der Halle hinauf fortsetzen, sich mit ihnen vereinigen, wie sie sich immer irrer drehen, um der Unendlichkeit der Welt und Gottes näherzukommen, sich drehend immer mehr der inneren Leere und der äußeren Entgrenzung nähern und um, mit der Hand am Herzen, in dieser Leere von Gott gefunden zu werden und ihn zu fühlen. Doch in diesen Rausch schiebt sich ein Harlekin zwischen die kreisenden Tänzer, ein Hofnarr in bunten Gewändern, mit goldenen Glöckchen an den Ärmeln und am Hut, der sich mitdreht und torkelt und strauchelt und in seiner Erbärmlichkeit ebenbürtig fühlt. Aber die Derwische nehmen ihn nicht zur Kenntnis, lassen ihn kugeln und torkeln und taumeln und drehen sich einfach weiter im Kreis auf der Suche nach dem Nichts der Erfüllung. Und wie sie sich drehen und niemals straucheln, macht der Harlekin pardautz und reißt den Vorhang herunter. Der Chronist steht vor einer jener Nischen mit einem Altar und es fällt ihm auf, dass er vergittert ist, so wie alle anderen Altäre in diesen Nischen hinter Gittern stecken. Da ertappt er sich bei dem bösen Gedanken, dass sie genau dort sind, wo sie hingehören. Der Harlekin ist umgetrudelt, die Derwische tanzen weiter.
Nur zwei Elemente dieser Kirche finden Gnade vor den Augen des Chronisten: die Orgel und das Chorgestühl. Beide ragen mächtig und erhaben auf und himmelhoch, wobei das riesige Chorgestühl aus geschnitztem Mahagoni, trotz seiner goldenen Armierung, sich weigert dem übrigen Schwulst zu folgen, sondern fast einen Kontrapunkt dagegensetzt. Die Orgel ist eine herrliche Orgel, riesig und ein ehrlicher Blickfang und mitten in der Kathedral-Moschee goldrichtig platziert. So dürfen Orgeln sein. Wenn sie schon einem Allmächtigen die Krönungsmesse zujubeln sollen, dann gerne aus dem ganzen prächtigen Fundus, den eine Orgel zur Verfügung haben kann.
Gegen 17 Uhr verlassen wir die Mezquita und sind uns einig, dass man die Mezquita gesehen haben muss. Wer sie nicht gesehen hat, hat nichts von der Welt gesehen und kann sie nicht verstehen. Nach ihr sind wir in sehr positivem Sinne bedient von dem, was uns die Araber als Erbe hinterlassen haben und haben auch keinen Bedarf mehr an weiteren Kirchen. In einem exklusiven Schinkengeschäft auf unserem Weg zum Stellplatz kaufen wir uns ein warmes Jamón-Baguette, das wir uns teilen und das uns wieder in den Alltag zurückbringt; die Edelverpackungen mit 100 gr. Ibérico für 20 € lassen wir liegen. Wir gehen zurück zum Stellplatz und beschließen, Córdoba noch heute zu verlassen und ein Stück weiter in Richtung Sevilla zu rücken. Um 17:20 Uhr fahren wir ab und zahlen am Kassenautomat für die knapp vier Stunden 9,30 €. (0,0367 € / min).
Als wir die Stadt auf der A-431 in Richtung Sevilla verlassen, wird die Straße von Strommasten gesäumt, auf denen besetzte Storchennester sitzen. Wie kommt es, dass ausgerechnet hier die ganze Straße von bewohnten Storchennestern gesäumt ist und sonst nirgendwo? Dieser Donnerstag ist voller schöner Überraschungen. Über die A-3151 steuern wir den kleinen Ort Hornachuelos an, den wir um 18:00 Uhr erreichen. Wir stellen den Franz auf der Área de Autocaravanas, dem kommunalen Stellplatz von Hornachuelos ab [N 37° 49' 56,0'' W 005° 14' 52,3'']. Es hat 18 °C und ist etwas bewölkt, aber windstill. Der ganze Platz besteht aus festem Sand, die Stellfläche selbst ist betoniert. Alles ist sehr sauber und gepflegt, V+E ist auch vorhanden, Toiletten gibt es nicht und auch keinen Strom. In den Ort sind es zu Fuß nur wenige Minuten. Für die Hunde schließt sich ein kleiner Park und, wer möchte, ein riesiger Nationalpark an. Hier fühlen wir uns sofort wohl und wollen die Nacht verbringen, um morgen entspannt zu einem Campingplatz nahe Sevilla zu fahren. Von dort könnten wir ebenso entspannt am Samstagvormittag mit dem Bus nach Sevilla hineingondeln und mehr oder weniger den ganzen Tag dort verbummeln. Das klingt gut.
Weil wir auch heute Abend das Gefühl haben, unseren Körpern noch keine weitere Belastung zumuten zu müssen, begnügen wir uns mit etwas Oliven, Schinken und Käse. Um 22 Uhr sind wir zufrieden und im Glück. Es hat 14 °C und der Himmel zeigt sich voller Sterne, die sich, wovon der Chronist felsenfest überzeugt ist, wie Derwische drehen.