Montag, 26.12.2011, 2. Weihnachtstag

Gestern war die Tür beim Blues verschlossen, das erste Mal seit vier Wochen, doch heute drängt es die Weihnachtsgeschädigten wieder zu uns ins reale Leben von elf unbekümmerten Lebenskünstlern. Dennoch bleibt nicht viel zu berichten, weil sich die Bilder gleichen, obwohl die Fritzlein sichtbar jeden Tag neue Eindrücke verarbeiten und das, was diese Eindrücke auslösen, gleich mit. Ein meterlanger Schal ist zwar im Gerümpelkanon des Welpenparadieses nicht vorgesehen, erfreut sich aber gerade deswegen intensivster Zuneigung. Auch der Flattervorhang bekommt schon seinen Auftritt, früher als wir gedacht haben. Wenn man diese elf Bewegungsfanatiker sieht, wird einem das Elend klar, das Welpen erleiden, die ausschließlich im Haus oder in irgendwelchen Saukoben heranwachsen müssen. Kleinkinder laufen immer, Kleinkinder gehen nicht zu Fuß, sie müssen rennen, und genauso geht es unseren Welpen. Wenn nicht gefuttert, geschlafen oder an irgendeinem Teil herum operiert wird, bewegen sie sich am Tempolimit. Man kann ihnen stundenlang zusehen, mehr als der Tag Stunden hat.

Kurz noch ein Blick auf die Gewichtsentwicklung. 2360 Gramm sind 500 Gramm weniger als gestern und geben keinen Anlass zur Klage. Auf dem Stockerl tut sich nichts: Franz (5400) vor Felix (5180) und Fado (4920). Doch dann, ein wahrer Walkürenritt, setzt sich Fianna (4820) auf den vierten Platz. Gestern noch Sechste, lässt sie Ferdi und Flori (beide 4810) hinter sich. Danach folgen Frenzy (4710), und der Nachwuchsgigolo Fetzer (4690). Die Nachhut ist dann wieder so spannend wie der Voraustrupp: Fanni (4350) vor Fine (4180) und Franca (3850).
Das kann es dann auch gewesen sein von diesem 2. Weihnachtstag, der außer vielen liebenswerten Besuchern nur graues Wetter um 0° C bringt. Solche Tage gehen nicht in die Geschichte ein, weil sie keine Geschichten erzählen. So schweigen wir nun stille.