Franca-abschiedFamilie Schmid, Rieder-Schmid

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Franca, die Frau Fischerin und Erstgeborene des F-Wurfs, lebt nun in Holzkirchen, nur ein Katzensprung von ihrer Schnullerbox entfernt.
Wie viel Selbstbewusstsein und Durchsetzungswillen in dir kleinem Persönchen stecken, haben deine Erstbesitzer erfahren müssen. Nach einigen Wochen des Hinterherhinkens hinter deinen Geschwistern entwickeltest du dich zu jener pfiffigen und lebensfrohen Maus, die wir am Schluss so liebten und bewunderten. Aber auch deine Kampfeslust hast du entdeckt und deinen zarten Körper so geschickt ins Getümmel geworfen, dass mancher Bolide sich erstaunt die Augen rieb. Wir auch. Wir haben keinen Zweifel, dass auch dir in deinem neuen Heim, in dem Musik und Kunst den Takt vorgeben, das Feinsinnige zum Lebensinhalt werden wird. Beinahe wärst du am Ende noch eine von uns geworden, so sehr hatten wir dich ins Herz geschlossen. Jetzt lässt du dich Franzi rufen und trägst somit den stolzen Namen deiner stolzen Oma im Pass und den großen Namen deiner Mama im Munde und in die Welt hinaus. Dieser Verantwortung solltest du dir jederzeit bewusst sein und dich ihr würdig erweisen.

 

Flori-abschiedFamilie SchiffmannFflori 250Sommer 2016lori, der schöne Flori, hört jetzt auf Nero und lebt als „Juniorchef“ des Landhaus Schiffmann in Brauneberg an der Mosel. Und dass es ihm auch an gar nichts mangelt, geht ihm der alte Hovi Duke zur Hand.
Weinseligkeit könnte deine Bestimmung sein, so offen, aufgeschlossen und frohgemut wie du durchs Leben gehst. Schier unerschöpfliche Menschenliebe zeichnet dich aus, und die ist in einem Hotel auch unverzichtbar. Stell dir vor, du wärst so ein richtiger bayerischer Grantler, dem erst nach der dritten Maß ein freundliches Wort auskommt, um nach der vierten schon wieder ins Obszöne abzugleiten! Da hältst du dich doch lieber an den alten Lateinspruch: In vino floritas, lässt die Gläser klingen und hältst die schönen Dinge des Lebens so hoch, dass du dich gleich selbst zu einem gemacht hast; selbst ist der schöne Mann. Lieber Flori, wir wissen dich in guten Händen und sind überzeugt, dass du den Ruhm des Bairischen Blues nähren und mehren wirst: ein Strahlemann wie du kann doch gar nicht anders als die Menschen verzaubern. Jedenfalls bist du uns Grund genug für eine Reise an die Mosel.

 

 

Felix-abschiedFamilie Koch (mit Felix' "Chauffeur" Joki, re.)Über Felix DSC03010 1 klein15.06.2014muss eigentlich genauso wenig gesagt werden wie über Franz. Deswegen machen wir es kurz. Felix war der einzige, der schon eine neue Heimat hatte, bevor er geboren war. Und als ob ihn diese Gewissheit mit Sicherheit satt ausgestattet hätte, ging er das Abenteuer Leben an, als sei es eine einzige große Casting-Show. Felix, everybody’s darling! Felix Hütchenspieler und Felix Traumtänzer, Felix Faschingsprinz und Felix Feinsinn, Felix hier und Felix da, Felix Haudrauf und Felix Habmichlieb. Nein, es ist wirklich alles gesagt. Nur eins nicht: Felix ist ein einziges unglaubliches Naturereignis wie das Polarlicht. Felix ist das gesamte Programmheft eines großen Schauspielhauses: Kitsch und Kunst, Leichtes und Schwerverdauliches, Anrührendes und Gewöhnungsbedürftiges. Doch wäre es ein großes Schauspielhaus, wenn nicht die großen Momente überwiegen würden? Wir sind froh, dass wir uns nicht auf die Güte des Schicksals verlassen müssen, sondern Felix in nicht nur äußerst liebevolle, sondern mehrfach Hovawartrüden-erfahrene Hände geben können. Das lässt uns auf Jahre hinaus ruhig schlafen.

Felix treibt nun sein Wesen, zusammen mit der alten Napoli, nahe Mindelheim im Unterallgäu, in einem Weiler namens Katzenhirn. Und dass er dort, zwischen den Schlafstätten von Fuchs und Hase, nicht allzu weltfremd wird, darf er mit einem „eigenen Chauffeur“ auch noch auf Reisen und auf Krankenbesuche gehen. So etwas passiert auch nur einem wie Felix, der schon seines Namens wegen ein Glückskind sein muss.

Fado-abschiedFam. WelterFadoIMGP068304.04.2012, der Schwarze Iberer, hört jetzt auf Paul, bleibt in der Nachbarschaft und schlägt sein Lager in Kolbermoor, nur wenige hundert Meter von seiner Halbschwester Lily (Exe), auf.

Wie ein von der letzten Eiszeit ausgespuckter Basaltblock ragtest du unerschütterlich zwischen deinen Geschwistern hervor. Du warst Eisbrecher und Herzensbrecher, Tiefenentspannung und Hochgefühl. Für deine Geschwister warst du immer der mit dem dicken Fell, an dem man sich versuchen konnte. Wenn dem mit dem dicken Fell dann mal der Kragen platzte, mussten sie sich wieder die Knöpfe an den Pelz nähen. Dein Name kommt vom lateinischen Fatum, was Schicksal oder göttlicher Wille bedeutet und bezeichnet einen portugiesischen Musikstil, der von unglücklichen Liebschaften und der Sehnsucht nach besseren Zeiten erfüllt ist. Weil du aber ein waschechter Bayer bist, steckt in dir so viel Hallodri, dass es gar nicht zur Saudade kommen kann, sondern du einfach ein richtiger kleiner Saubazi bist. In der Süddeutschen Zeitung vom 29. November 2011 fanden wir einen Artikel mit der Überschrift: Der Fado ist jetzt auch Weltkulturerbe. Das wäre eine Karriere! Deinen Leuten wäre es schon genug, wenn du dich an die ortsüblichen Sitten und Gebräuche halten würdest. So ein Fado kann nämlich ganz schön unter die Haut gehen…

Ferdi-abschiedFamilie RohdeFerdi, Ferdi vom Bairischen Blues24.04.2012Franzis ultimativ Letztgeborener, verbringt seine Tage im oberbayerischen, fast schon tirolischen Flintsbach.
Einer wie du, so ein kleiner Klabauter, mit fliegenden Ohren und Rockschößen, ist immer in Gefahr, Opfer größtmöglicher Liebe zu werden. So einer wird gerne gehätschelt und verwöhnt, weil man ihm nie böse sein kann. Wir wissen, wovon wir sprechen. Was haben wir gelacht, wenn dich deine Tempoläufe aus der Kurve trugen und du wie ein Torpedo mitten in einem selbstvergessenen Geschwisterhaufen einschlugst und schon wieder weg warst, ehe die Gemetzelten das Ereignis zur Kenntnis nehmen konnten. So einer bist du: blitzschnell an Körper und Geist, gewieft wie ein bayerischer Viehhändler – aber eben kein Rosstäuscher. Du kannst dir jederzeit in die Augen sehen, so wie du uns mit deinen Schwerenöterblicken oft genug an den Rand der Kapitulation gebracht hast. Dein Blick und deine ungebremste Zuneigung sind wie ein süßes Gift, das alle guten Vorsätze und Sitten im Umgang mit dir schleichend auflöst. Man muss dich im Auge behalten, so wie du uns nie aus den Augen verloren hast.