Adriane Stadler
12.04.2010
Dobby geht als Luis zu Adriane Stadler nach Forstinning.
Mehr Schrecken als du hat uns noch kein Blues-Bruder eingejagt: erst kommst du viel zu spät, gerade als der Schampus auf seinen Auftritt wartet, dann kommst du auch noch grün wie Shrek daher und weil das noch nicht reicht, hast du noch nicht mal alle Ventile dicht gemacht, sodass wir dir erst noch den Nabel abbinden müssen, damit du nicht gleich als grünes Gespenst wieder verschwindest. Was soll denn dieser Mummenschanz? Das hast du doch gar nicht nötig! Du bist ein Sonnenschein aus tiefstem Herzen, möchtest aber gern der mit den dicken Backen sein. Doch nichts, rein gar nichts ist an dir aus Bosheit oder Hoffart gemacht. Du bist eine so solide liebenswerte Schmusebacke, dass man dich am liebsten gar nicht mehr aus den Händen geben möchte. Deine Spielrunden mit Durica und Dorine, bei denen sie vermutlich keinen Zahnabdruck von dir verzeichnen mussten, du aber hinterher wie ein Kerbholz aus dem Kampfgetümmel kamst, sind Legende: ein vor Vergnügen quietschender Dobby verknüllt in seinem Schwesternhaufen. Wenn du deine neue Hausgenossin Tara auch so ritterlich behandelst, wird sie dich zum König von Forstinning ernennen. Dein Abschied, mein Lieber, war allerdings genauso schräg wie deine Ankunft: auf dem Schoß der Fahrerin zu neuen Ufern. Uns ist fast das Herz stehen geblieben! Aber das passt schon: mit hemdsärmlig kannst du gut umgehen. Aber halte dich ein bisschen von den vielen Pferden fern: ein Schussel bist du nämlich schon auch. Einen Hauself wie dich hätten wir beim Blues gut brauchen können…
Frauke Nägele und Sang-Kook Kim
13.03.2011
Dacapo geht zu Sang-Kook Kim und Frauke Nägele nach Rohrmünz im Bayerischen Wald.
Dem Don Arschloch der frühen Tage hast du bald den Kampf angesagt und ihn in der Rumpelkammer weggesperrt; denn eigentlich bist du ein herzensguter und verträglicher Lauser, der seine Macken zelebriert, weil er selbst am meisten Spaß an ihnen hat. Man muss ja nicht unbedingt den Pummelpo über das Balancebrett schwingen, um draufzukacken, wenn einem ein ganzer Garten zur Verfügung steht, es sei denn, man hätte selbst am meisten Spaß am eigenen Quatsch. Aber nicht nur du hattest deinen Spaß, auch wir haben uns an dir genug beeumelt. Deinen Kiefergriff, der zum Härtesten gehört, was wir hier erlebt haben, wirst du im Kampfspiel mit deiner neuen Freundin und Tante Benta zur Genüge perfektionieren können, ohne uns und deine neuen Leute ständig von deinen Fortschritten überzeugen zu müssen. Viel größer nämlich waren deine Auftritte auf dem Wackelbrett, wie du mit eiernden Beinchen, aber unerschütterlicher Pose, fest wie ein bayerischer Kastanienbaum, standest, um dann, wie ein Kapitän, in Würde unterzugehen. Das war großes Kino. Der bayerische Wald und deine neuen Leute sind sicher das Beste, was wir für dich aussuchen konnten, weil wir natürlich wissen, dass du im Paradies gelandet bist, dort am Fuße des Dreitannenriegels. Wir wissen allerdings auch, dass dir sehr festes Handwerk blüht, wenn du meinst, dich zum Dreitannenrüpel entwickeln zu müssen. Aber das werden wir aus nächster Nähe selber begleiten. Wir freuen uns auch in dieser Hinsicht auf großes Kino.
Familie Hahn
27.03.2011
Effie hält es auch eher mit den kurzen Wegen. Vom Blues zur Familie Hahn in Zorneding sind es Luftlinie nur wenig über 20 Kilometer.
Effie ist eine kleine Franzi, runtergerissen die Mama. Wie ihre Mama hat Effie an den vielen guten Tagen nichts anderes als Charme und Schalk, an schlechten Tagen kann sie ihre Umgebung, je nach emotionaler Grundausstattung, zum Mord oder Selbstmord treiben. Doch gottlob gibt es in ihrem Leben weniger schlechte Tage als Volltreffer des Hundertjährigen Kalenders. Effie ist, soviel kann man nach acht Wochen sagen, keine Effie Biest geworden, sondern ein rundum pfiffiger und liebenswerter Fratz. Anders als ihre Schwester Ella, die aus dem Spiel gerne eine Ingenieurstunde macht, genießt Effie das Spielen um des Spieles Willen, und das mit Leidenschaft und Ausdauer. In den Stunden des Verweilens verweilte sie gerne auf unseren Füßen, warf sich uns zu Füßen, lag uns zu Füßen – meist aber auf unseren Füßen. Effie war die zarteste, wärmste und effektivste Fußfessel, die jemals jemanden am Fortschritt hinderte. Wir prägen deshalb extra für sie das neue Wort: effiektiv. Ihre liebenswerte Burschikosität schützte sie meist vor den härtesten Attacken ihrer Geschwister, manchmal schien es uns, als ginge sie trocken durch den Regen. In zwei Eigenschaften kommt Effie jedoch unseren Vorstellungen von Zucht am nächsten: Als zukünftiger Gebrauchshund schleppt sie jetzt schon alles, was sie tragen kann umher und apportiert wie keine andere – und sie lacht. Alle unsere Hunde lachen, alle ihre Geschwister lachen, doch Effie lacht von ganzem Herzen.
Mo Grille
29.03.2009
Drischa eröffnet die Vertretung des Bairischen Blues in Berlin bei Mo Grille.
Zukünftig wirst du den Namen Bonny tragen, der für gut und gesund aussehend steht, also auch so etwas wie ein strahlendes Aussehen bezeichnet. Dieses Strahlen hat dich immer ausgezeichnet, dieses positive Glühen von innen heraus, das in deinem Lachen seine äußere Entsprechung fand. Du hast immer gelacht, deshalb haben wir dich einem Menschen an die Hand gibt, der uns durch sein Lachen überzeugte. Nur deswegen bist du jetzt in Berlin! Nie hätte dich die Chefin Irgendjemandem in die Hand gegeben, es war so schon schwer genug, dich von ihrem Herzen loszueisen. Du bist ein Stück vom Herzen der Chefin und eigentlich das erste Mädchen vom Blues, in das sie sich hoffnungslos verliebte. Es ist deine süffige Ruhe, die auf einer soliden Stärke basiert, die dich so aus dem Kindergarten hebt. Dein Auftritt ist wie der Besuch der alten Dame - ohne das bittere Ende allerdings, denn niedere Gefühle scheinen dir fremd zu sein. Für die ukrainische Traktoristin würden wir uns gerne entschuldigen, weil sie unterstellt, du würdest dich mit breitem Steiß durchs Leben pflügen. Davon bist du weit entfernt; du bespielst den Schnürboden des Lebens mit feinen Gliedern und hellen Sinnen. Vermutlich werden wir häufiger dringende Geschäfte in Berlin haben…
Bonny ist am 25. Februar 2011 bei einem Unfall ums Leben gekommen.
Nadja Welle
10.12.2010
Dulin nimmt den Namen Balou an und quartiert sich bei Nadja Welle in Holzkirchen ein.
Einem wie du es bist, ist es egal, ob er Einstein oder Sniper heißt, Dulin oder Balou, Marx oder Engels. Alles Schall und Rauch für einen großen Geist mit der Seele eines Scheunentors. Captain mit dem wirren Kompass haben wir dich gerufen, Dödel sogar und Depp, nur weil du deine Schritte sorgsam wähltest und ein Suchender warst. Dann wurdest du ein Findender: wenn ein Mensch nur die Außengrenzen deiner Wahrnehmung berührte, hast du ihn bereits geortet und gestellt, ans Herz hast du dich ihm geworfen, ihm dein Herz erklärt und geöffnet und eine gemeinsame Zukunft mit ihm besprochen. Aber Außenseiter warst du nie, kein Sonderling und Stubenhocker, sondern ein aktives, wenn auch selten kämpfendes Mitglied der Franziskanergang. Einer Schlagenden Verbindung wärst du nie beigetreten, aber jede denkbare Verbindung eigegangen. Der Chefin hast du das Herz geknackt und durch deinen Weggang fast gebrochen. Falls jemand sie sucht: sie hat sich vermutlich in deinen Augen verloren.